Seit Herbst 2006 treffen sich Personen unterschiedlicher kultureller und religiöser Orientierung (jüdisch, christlich, muslimisch, buddhistisch) zu Gesprächen. Unser Dialogforum ist offen für Menschen jeden religiösen Glaubens und jeder kulturellen Orientierung.
Das Dialogforum wurde in einem ersten Gesprächsabend am 02.12.2006 als freie Initiative gestartet. D.h. Träger der Aktion sind natürliche Personen, nicht iuristische. Gleichwohl sind Vertreter/Innen kultureller und religiöser Institutionen (Kirchen, Moscheen, Synagogen, Verbände, kulturelle Organisationen etc.) herzlich zum Mitmachen eingeladen. Die Initiative wird im Herbst 2007 auf der Grundlage eines Vereins und seit 16.07. 2008 unter dem Namen Dialogforum München – Nord e.V. weitergeführt.
Das Dialogforum hat seinen Standort in Unterschleissheim, bemüht sich aber um die Mitwirkung von Personen aus dem gesamten Umkreis im Norden Münchens und begrüßt selbstverständlich jede weitere Mitwirkung und Unterstützung. Wir streben aktiv die Vernetzung in inhaltlichen Zielen, den gegenseitigen Austausch und die Unterstützung von interkulturellen/-religiösen Dialoggruppen vor allem vor Ort (in München) und darüber hinaus auf nationaler und auch internationaler Ebene an.
Der Gesprächsansatz des Dialogforums versteht sich in erster Linie als ein „Dialog von unten“, in dem wir einander in der kulturellen und religiösen Identität begegnen wollen : im Wahrnehmen der unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen mit dem gegenwärtigen Leben und den unterschiedlichen persönlichen Antworten, nicht primär in theologischen oder wissenschaftlichen Abklärungen.
Wir gehen davon aus, dass das moderne Leben zu liberalisierten, kommerzialisierten, individualisierten Lebensorientierungen und –wegen geführt hat; so dass z.B. auch innerhalb der Herkunft aus gleicher religiöser Tradition oder gleichem Kulturbereich viele deutlich unterschiedliche Positionen vertreten werden. Wir stimmen dem Statement zu, dass Frieden unter den Nationen Frieden zwischen den Religionen voraussetzt (Hans Küng). Darüber hinaus meinen wir, dass Frieden zwischen Religionen die Anerkennung des Mitmenschen voraussetzt und dass es dazu keine Alternative gibt.
Unsere Zugehörigkeit zu religiösen und kulturellen Traditionen hängt zu 90% und mehr davon ab, in welche Milieus wir hineingeboren wurden. Es ist nicht evident, dass eine Kultur oder Religion bessere Menschen hervorbringt, als andere. Vielmehr gibt es in allen Kulturen und Religionen verteilt Freundlichkeit und Unfreundlichkeit, Liebe und Hass, Selbstsucht und Uneigennützigkeit (wenngleich Sozialsysteme günstige oder ungünstige Bedingungen für ihr Auftreten schaffen).
30.09.2010
Der Israelisch-Palästinensische Konflikt.
19.00 Uhr im Jugend-Kultur-Haus Unterschleißheim, Gleis 1, Hollerner Weg 1
Der Gesprächsabend am 30. Sept. greift die hochaktuelle Problematik des Nahost-Konflikts auf. Herr Dr. Bernstein* hat sich bereit erklärt, uns eine Einführung in die Problemlage zu geben. Nach zahllosen internationalen Resolutionen und Lösungsplänen in den vergangenen Jahrzehnten ist der israelisch-palästinensische Konflikt noch immer nicht gelöst. Wer ist für die Fehlschläge verantwortlich? Der Referent untersucht in seinem Vortrag die Hindernisse auf dem Weg zum Frieden und lädt zum weiteren Nachdenken ein.
• ein Konflikt, der Weltdimensionen hat und der uns auch als „Unbeteiligte“ herausfordert
• zahllose internationale Resolutionen und Lösungspläne
• wo bleibt die religiöse Kraft von Judentum, Christentum und Islam zu Versöhnung und Konfliktlösung?
Wir begrüßen in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit eines Austausches mit der jüdisch-palästinensischen Dialoggruppe, München (www.jpdg.de) .
*Dr. Reiner Bernstein u.a. Mitglied in versch. Kommissionen und Arbeitsgruppen zu Themen der jüdischen Geschichte sowie Israels und des Nahen Ostens.
Rundfunk-Redakteur, Leiter des Bonner Büros der „Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V.“
Leiter des Düsseldorfer Büros der Ev. LAG für Erwachsenenbildung in Nordrhein-Westfalen.
Studienleiter in der Melanchthon-Akademie, Köln.
Seit 2002 freier Publizist und Autor.
17. 11. 2010
Jiddische und hebräische Lieder in Gitarrenbegleitung
19.00 Uhr im Festsaal des Bürgerhauses Unterschleißheim
Frau Michaela Rychla, (jüdische Religionspädagogin, zahlreiche Vorträge zu div. jüdischen Themen u. über 100 Konzerte mit jiddischen Liedern u. jüdisch-religiösen Gesängen) singt und spielt auf Gitarre. Die traurigen und fröhlichen Lieder erzählen von der gewalttätig zerstörten Welt des Ostjudentums. Sie begleitet uns auch meditativ in uns bekannte geistliche Lieder der Psalmen zur Ausschau nach Gott.
15. 12. 2010
Mitgliederversammlung
19.00 Uhr im Seminarraum 1, Rathaus USH, Erdgeschoss (neben Garderobe).
"Dialog von unten“ lebt , wenn alle sich einbringen können. Teilen Sie uns Ihre Ideen/Vorschläge mit an: info@kultur-religion-dialog.de